Die Gugermühle

Unternehmen Sie mit Ihrer Familie einen gemütlichen Spaziergang von Hollenstein an der Ybbs aus Richtung Königsberg (Güterweg Thomasberg), ca. 1,5 km zur "Guger Mühle". Besichtigen Sie dort das seit 1820 bestehende und 1957 zu einer Sägemühle erweiterte Kulturgut. Die Mühle wurde in den letzten Jahren von Herrn Leander Heigl in liebevoller Weise zu einem Schmuckstück renoviert und wieder betriebsfähig gemacht.

Bei einem Glaserl Most können Sie dann in ruhiger und gemütlicher Umgebung die Seele baumeln lassen.

Wir bitten um Anmeldung unter der Nummer Tel: +43 (0)7445 419.
Die Familie Schnabler freut sich auf Ihren Besuch.

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Gugermühle

"Wo das Eisen zerrennt wurde" -Der Hollensteiner Sagenweg

Ein 5 km langer Wanderweg mit mehreren Stationen:
Information über die Geschichte des Ortes, Sagen über die Flößerei, über Eisenverarbeitung (Hammerherren und ihre Zünfte) und über Hammerwerke.
Besichtigungsmöglichkeit einer Mühle, einer Schmiede sowie mehrerer Hammerwerke.
Dieser Eisenstraße-Erlebnisweg lädt die ganze Familie zu einem vergnüglichen Ausflug in eine sagenhafte Welt, in der Eisen einst "zerrennt" wurde, ein. Die Gehzeit bis zum Rastplatz beim ehemaligen Wentsteinhammer, dem letzten Präsentationspunkt der abwechslungsreichen Route, beträgt etwa 1 1/2 Stunden. Mit dem Drahtesel geht's entsprechend schneller.
Im 14. Jahrhundert, als man wegen des Holzmangels die meisten Hammerwerke aus dem Gebiet um Eisenerz in die waldreichen Voralpen verlegte, wurde Hollenstein zu einem Hauptort der Eisenwurzen.
Nach und nach entstanden mehrere Betriebe am alten Loibaubach, der deshalb heute auch den Namen "Hammerbach" trägt. Hier stand die Verarbeitung des Roheisens zu Stahl und Schmiedeeisen - das so genannte "Zerrennen" - im Mittelpunkt. Die Hollensteiner Hämmer hatten sich zusammengeschlossen und verarbeiteten das Abfalleisen, das in Steyr nicht mehr benötigt wurde. Ihnen verdankt der Ort jenen Wohlstand, der heute noch an den schönen Bürgerhäusern abzulesen ist. Allmählich wurde ein Hammer nach dem anderen stillgelegt. Ursachen dafür waren der Verlust ausländischer Absatzgebiete und technische Rückstände. Nur vereinzelt zeugen Ruinen im Hammerbachtal von dieser Blütezeit.

Von Großhollenstein über Dornleiten bis zum Wentsteinhammer

Öffnungszeit:
ganzjährig begehbar, gepflegt von Mai - Oktober

Information:
Gemeinde Hollenstein/Ybbs, 3343 Hollenstein Walcherbauer 2
Tel.: 07445/218-21, Fax: 07445/218-24

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Der Treffenguthammer

Das lebende Webereimuseum

Museumsladen mit handgewebten Produkten: von exquisiter Leinentischwäsche über rustikale Biowollprodukte bis zu kleinen Geschenkartikeln.

Die landwirtschaftliche Fachschule Unterleiten bildet seit den frühen 1950er-Jahren ihre Schülerinnen in der Handweberei aus.
Das Museum vermittelt lebendig und anschaulich die Geschichte der Heimweberei im Ybbstal. Gezeigt werden verschiedene Handwebstühle (die heute noch von Schülerinnen benutzt werden), textile Rohstoffe, Bindungsarten und fertige Produkte. Eine Tondiaschau über Schülerinnen und Absolventinnen der Fachschule, Hörproben mit verschiedenen Aufnahmen (Weberlieder, Erzählungen von Weberinnen) ergänzen die Ausstellung. An einem "Besucherwebstuhl" kann man selbst das Weben ausprobieren.
3 Räume mit insgesamt ca. 200 qm und 170 ausgestellten Objekten.

Wie urgeschichtliche Funde belegen, ist das Weben eine der ältesten Kulturtechniken.

Eine Diaschau und Hörstationen vertiefen das Museumserlebnis im Webereimuseum Unterleiten, welches ein lebendiges Museum ist.

Landwirtschaftliche Fachschule Unterleiten
Dornleiten 1
3343 Hollenstein an der Ybbs
Tel: 0664/7840012 oder 07445/204
Fax: 07445/476

Öffnungszeit:
Nur nach telefonischer Voranmeldung

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Das Webereimuseum

Die Pfarrkirche

Im Jahre 1252 wurde Hollenstein/Ybbs in einer Urkunde erstmals als Pfarre erwähnt. Um 1150 befand sich auf dem heutigen Kirchenhügel vermutlich eine Kapelle aus Holz. 1160 zu einer Betkirche erweitert, wurde sie später zur Filialkirche von Aschbach. Vom Stift Seitenstetten wurde die Kirche im gotischen Stil umgestaltet. Noch heute ist der wuchtige Turm und die Frauenkapelle erkennbar. 1258 wurde diese Kirche zur Pfarrkirche von Hollenstein. Von 1765-1767 erhielt die Pfarrkirche ihre heutige Form. Durch die steigende Einwohnerzahl wurde sie durch einen spätbarocken Saalbau vergrößert. Beide Bauteile fügen sich zu einer schönen harmonischen Einheit zusammen. Geweiht ist die Kirche dem hl. Johannes dem Täufer und dem hl. Nikolaus von Myra.
In der Kirche stehen vier Altäre mit spätbarocken Aufbauten. Das Hochaltarbild schuf Jakob Preitschopf nach einer Komposition von M. J. Schmidt. Die beiden Ölbilder der Seitenaltäre, hl. Leonhard und hl. Isidor, sind ebenfalls Kopien nach M. J. Schmidt. Die beiden kleinen, in Rokokorahmen gefassten Ölbilder, der Schmerzensmann und die schmerzhafte Maria, sind Originale des so genannten "Kremser Schmidt".

Bei den Restaurierungsarbeiten 1938 wurde das spitze Zeltdach des Turmes durch ein Walmdach mit zwei Turmkreuzen ersetzt.

Sowohl im Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg wurden die Glocken vom Turm abgenommen und zur Erzeugung von Kriegsmaterial eingeschmolzen. 1923 wurden drei, 1949 vier neue Glocken angeschafft. 1958 wurde eine schadhafte Glocke durch eine neue ersetzt.

Zum Jubeljahr 2000 sollte die Kirche im neuen Glanz erstrahlen. So wurden in drei Etappen Restaurierungen vorgenommen. 1997 erfolgte die Innenrestaurierung. Die Kirche wurde neu ausgemalt, das Gestühl saniert, ein neuer Unterboden gelegt, die elektrischen Anlagen erneuert und eine Bankauflagenheizung installiert. 1999 erfolgte die Außenrenovierung und im selben Jahr konnten die Altäre und 7 Ölgemälde restauriert werden. Im Jubiläumsjahr selbst erfolgte eine Generalsanierung der Orgel.

Bemerkenswert sind auf dem Friedhof die vielen eisernen Grabkreuze, besonders die auf dem 1976 erweiterten Teil. Einzigartig ist die holzgedeckte Stiege als Vorbau zur Kirche, die originelle "Kirlaben" (Kirchenlaube), mit den Figurennischen hl. Sebastian und hl. Christophorus. Zu beiden Seiten des Stiegenaufganges befanden sich zwei Verkaufsbuden, wo kleine notwendige Dinge zum Kauf angeboten wurden.


Die Ybbstalbahn - eingestellt seit Ende 2009

Die Ybbstalbahn verdankte ihren Bau der Kleineisenindustrie und dem Holzreichtum der Eisenwurzen.
Als 1872 die Kronprinz-Rudolf-Bahn von Amstetten bis Kastenreith eröffnet wurde, wollten auch die Gemeinden des Ybbstales den Anschluss an die Eisenbahn nicht versäumen. Es dauerte allerdings über 20 Jahre, bis 1893 das Reichsgesetzblatt betreffend die Herstellung der Ybbstalbahn die Möglichkeit dazu schuf. Aus Kosten- und topografischen Gründen wurde der Bau einer 760 mm Schmalspurbahn beschlossen.

Der Ausbau der 70,9 km langen Strecke von Waidhofen/Ybbs nach Kienberg-Gaming erfolgte in drei Stufen. In 13 Monaten ( vom 01.06.1895 bis 15.07.1896) wurde die 25 km lange Teilstrecke Waidhofen/Ybbs - Grosshollenstein einschließlich des Viaduktes über den Schwarzbach in Waidhofen/Ybbs und der drei Bogenbrücken über die Ybbs, sowie des Opponitzer Tunnels errichtet. Durch das Fehlen einer Drehscheibe in Großhollenstein musste die Dampflok die Rückfahrt nach Waidhofen/Ybbs im Rückwärtsgang bewältigen.

Die Eröffnung der zweiten Teilstrecke von Großhollenstein nach Lunz erfolgte am 15.5.1898 und die letzte von Lunz/See nach Kienberg-Gaming am 12.11.1898.

Unsere kleine Bahn, im Volksmund "Schafkäs-Express" genannt, fuhr entlang der smaragdgrünen Ybbs durch die Talenge des "Ofenlochs" und weiter durch die herrliche Landschaft des Alpenvorlandes.

Mit viel Romantik verbunden ist die Teilstrecke Lunz/See - Kienberg-Gaming. In vielen Windungen und durch engste Felseinschnitte wird mit einer Steigung von 22% der 694m hoch gelegene Scheitelpunkt Pfaffenschlag erreicht. Mit 31% Gefälle und schönem Tiefblick auf Gaming geht es hinunter zur Endstation Kienberg. In diesem Streckenbereich befinden sich zwei außerordentlich bemerkenswerte Bauwerke, die beiden Trestlework-Brücken. Die in Stahl ausgeführte Viaduktbauart, im Volksmund "Spinngewebsbrücke" genannt, ist in Europa einmalig.
Die Strecke Lunz/See - Kienberg Gaming wird als Tourismusbahn geführt und wird ab Juli 2013 bis Göstling verlängert.

Am 15.11.1961 erfolgte der 1. Einsatz der 600 PS starken Diesellokomotive auf der Ybbstalbahn. Die rußige, gute alte Dampflok hatte nach 70 Jahren braver Dienste ausgedient.
Die Verladung der letzten fallweise verwendeten Schmalspur-Dampflokomotive in Waidhofen/Ybbs erfolgte am 3.7.1966. Am 29.05.1988 wurde der Eisenbahnverkehr Kienberg-Gaming - Lunz/See eingestellt.
Seit dem Sommerfahrplan Mai 1995 waren die modernen Dieseltriebwagen 5090 bis zur Einstellung der Ybbstaler Schmalspurbahn Ende 2009 im Einsatz.